
Kastanienblätter segeln auf die Bierbänke, als Nadia am Sonntag als Erste am Stammtisch sitzt und die schweren Krüge in aller Ruhe zurechtrückt. Nach und nach trudeln die anderen ein, jeder mit irgendetwas Gutem in der Hand. Korbinian, Timos Vetter, bringt eine Tüte Radi mit; Reserl, die Wirtin, kommt mit noch mehligen Händen; und Sepp, der alte Grantler vom Markt, schlurft samt seiner Tochter Vroni heran.
"Habedere", ruft Korbinian und drückt Nadia zur Begrüßung ein herzliches Bussi auf die Wange. Es ist keine große Wiesn, nur ein stiller Nachmittag unter alten Bäumen. Und doch fühlt es sich für Nadia zum ersten Mal richtig dahoam an.
Sie…